Messalina: Vorbild und Erfinderin des Gangbang?

Valeria Messalina heiratete mit 20 Jahren den ältlichen römischen Kaiser Claudius (um 50 n. Chr.). Claudius tolerierte ihr Sexualleben, das sie dazu führte, unter dem Arbeitsnamen Lycisca im Puff zu arbeiten. Sie liebte es, Veranstaltungen zu organisieren, bei denen sie mit vielen Männern schlief. Heute nennt man das Gangbangs.

Beim Gangbang treffen viele Männer auf einige Frauen („Männerüberschuss“) in einem offenen Raum. Typisch wäre ein Verhältnis von 10 Männern auf eine Frau, also z. B. 4 Frauen und 40 Männer. Auf einer großen Matratze, der „Spielwiese“, stehen die Frauen für die verabredete Zeit (z. B. 5 Stunden) allen Männern sexuell zur Verfügung, so oft die Männer es wünschen und die Frau einverstanden ist. Auf der Spielwiese sind alle nackt, und die Männer kommen der Reihe nach zum Zuge. Außerhalb der Spielwiese sind die Frauen ebenfalls nackt, die Männer tragen meistens Bademäntel. Auf der Spielwiese steht alles zur Verfügung, was benötigt wird: Kondome, Gleitcreme, Zewas, Eimer zum Entsorgen. Sexuell wird alles geboten, was die Frauen akzeptieren: Ficken in allen Stellungen, Blasen, Mundfick, Deep Throat, Anspritzen, Anal. Das Aufstellen der Schwänze durch die Frau entfällt, die Männer wichsen sich selbst hoch (oder das Zuschauen reicht), und solange bis sie bei einer der Frauen zum Zuge kommen wichsen sie weiter, um den Ständer zu halten. Manchmal spritzen sie auch ab. Die Frauen können auch einen Mann blasen, während ein anderer sie fickt. Oder (ganz artistisch), man macht einen „Sandwich“: die Frau liegt auf einem Mann und fickt, während ein zweiter Mann sie anal fickt. Schwierig zu machen, allerdings.

Ein Gangbang braucht einen Organisator, der die Frauen und Männer zusammenbringt. Die Frauen erhalten ein festes Honorar, und zwar ein sehr ansehnliches. Für die Pausen gibt es ein Büffet mit einfachen Speisen und Getränken. Es herrscht vollkommene Offenheit, alle gehen sehr höflich miteinander um, und jeder betreibt seinen Genuss nach besten Kräften und Können.

Der Gangbang ist die Königsdisziplin der Prostitution. Hier verliert die sexuelle Begegnung auf Seiten der Männer jegliche Individualität. Es geht hier um den reinen Sex an sich. Die Männer verschwimmen zu einem „Mann an sich“. Auf Seiten der Frauen ist es jedoch vollkommen das Gegenteil. Das Individuum der Frau wird zum Star der Menge: die Männer drängen sich um sie, bewundern und begehren sie, und zwar genau um diese Frau, die ihnen gefällt. Für die Frau ist ein Gangbang eine grandiose Selbstbestätigung.

Als Frau benötigt man einige Kunstgriffe. Man muss mit der Gleitcreme umgehen können. Man muss die Clit möglichst geschützt lassen, sonst kann es unangenehm werden. Man muss innerlich locker sein und sich auf die Situation und die Männer einstellen können.

Ein Gangbang hat für die Frau etwas Triumphales … wenn es gut läuft und wenn die Frau es beherrscht. Die Argumentation der Bundesregierung, der Gangbang verletze die „Würde der Frau“, ist unverständlich: hier sind Leute am Werk, die niemals kennengelernt haben, worüber sie hier urteilen.