Submission

Bei der Geburtstagsfeier eines guten Bekannten habe ich A. kennengelernt. A. sah wirklich sehr gut aus: er hatte eine männliche Ausstrahlung, die ihn zu einer Karriere in Hollywood hätte tragen können. Er war elegant und geschmackvoll gekleidet, sein Anzug betonte seine athletische Figur, war sichtbar teuer und saß als wäre er von einem Top-Schneider nach Maß gemacht. Er war etwa dreißig Jahre alt. Ich wusste, dass er Betreiber eines Puffs in Neukölln war. Ich kannte mich im Milieu ein wenig aus, denn ich finanzierte mein Studium, indem ich an zwei Nachmittagen pro Woche in einem Edelbordell arbeitete. Meine Affäre mit A. begann noch am selben Abend.

Die erotische Erfahrung war eine Sensation. Ich spreche bewusst von der „erotischen“ Erfahrung, denn das Erlebnis ging weit über die sexuelle Explosion hinaus. Niemals zuvor hatte ich eine solche tiefe Sexualität erlebt. Kein Mann hatte je in dieser Weise zu mir gepasst. Den Treffen mit A. fieberte ich entgegen. Sie fanden zunächst in einem Hotelzimmer statt. Nach zwei Wochen verlegte er sie in seinen Puff. Nach einer weiteren Woche fragte er mich, ob ich für ihn arbeiten wollte. Er stellte die Frage, als wir gerade miteinander schliefen. Ich sagte sofort ja.

Er erklärte mir worum es ihm ging. Eine gutaussehende deutsche Studentin, blond, würde die Attraktivität seines Ladens bei der Klientel enorm erhöhen. Dafür würde es ausreichen, wenn ich nur gelegentlich dort arbeitete. Die Einnahmen würden 50:50 geteilt, ich hätte einen Sonderstatus, aber einige Spielregeln müssten wir einhalten, um die Stimmung unter den Frauen nicht zu verderben. Wir vereinbarten, dass ich an den Freitagnachmittagen ab 14 Uhr in seinem Puff Dienst tun würde.

Meine Auftritte begannen stets mit einem Treffen mit A., bevor ich mich der Kundschaft zuwandte. Ich hatte nie mit oder für einen Zuhälter gearbeitet, und mir war klar, dass A. ein solcher war. Der Gedanke elektrisierte mich und steigerte meinen sexuellen Genuss noch weiter. Im Rückblick sehe ich deutlich, neben der Grenzüberschreitung in diesem Abenteuer, die submissive Komponente in dieser Beziehung, die in der Unterwerfung unter seine „Spielregeln“ lag.

Am dritten Freitag schon kam es dazu, dass eine Verpflichtung in meinem „bürgerlichen“ Leben mich daran hinderte, pünktlich um 14 Uhr im Puff zu erscheinen. Zwar hatte ich noch versucht, A. anzurufen, hatte aber nur seine Sprachbox erreicht. Als ich mit 90-minütiger Verspätung eintraf, empfing man mich mit eisiger Miene. Die Empfangsdame führte mich in einen Nebenraum, in dem Getränkekisten lagerten. Unpünktlichkeit ist im Sexgewerbe ein intolerables Vergehen. Die Geschäftsleitung werde beraten, welche Folgen mein Verhalten für mich haben sollte. Ich musste fast eine Stunde in dem Kabuff warten, bis ich in das Büro gerufen wurde, wo A. und zwei seiner Leutnants saßen.

Durch meine Schlamperei hatte ich einen Termin mit einem wichtigen Kunden verpasst, der ohne mein Wissen vereinbart gewesen war. Meine Strafe bestand zunächst darin, dass ich diesen Termin am selben Abend nachzuholen hatte, zwei Stunden und ohne Bezahlung. Außerdem müsste ich man nächsten Tag eine Sonderschicht leisten, die außerhalb des Ladens stattfinden würde. Ich würde an einen Pauschalclub in dem Teil Neuköllns „ausgeliehen“, den man von Istanbul nicht unterscheiden kann. Auch für diese Sonderschicht würde ich keinen Lohn erhalten. Am nächsten Morgen hätte ich um 8 Uhr vor dem Laden zu warten, dass mich der Fahrer zu der Arbeitsstätte bringen würde. Ich nahm die Strafe an. Später kam A. auf mich zu und sagte, er hätte sich sehr für mich eingesetzt, dass die Strafe so mild ausgefallen sei. Im übrigen sollte ich am nächsten Tag nicht viel mitbringen, was ich benötigte würde gestellt.

Am nächsten Morgen war ich pünktlich um 8 Uhr vor dem Laden. Es war ein heißer Julitag. Rund um mich herum begann ein reger Einkaufstag. Der Fahrer kam mit einem aufgemotzten Ford eine halbe Stunde zu spät. Auf der Fahrt fragte er mich, wofür ich bestraft würde. Ich sagte es ihm und er nickte. Er fand es in Ordnung. Vor dem schäbigen Eingang unseres Ziels angekommen nahm er mir die Handtasche ab, warf mich aus dem Auto und beobachtete, wie ich den roten Klingelknopf drückte.

Der Türsteher war vorgewarnt und ließ mich sofort ein. In dem Vorraum wurde mit den Gästen das Finanzielle geregelt: in einem Pauschalclub zahlt der Gast einen Festbetrag, damit ist alles andere frei. Durch einen schweren Vorhang betritt man den Hauptraum, einen niedrigen Saal, in dem auf beiden Seiten etwa ein halbes Dutzend kleine Abteile durch hölzerne Wände abgetrennt sind, in die man sich auf niedrige Betten zurückziehen kann. Zum Hauptraum lassen sich diese Separés durch Vorhänge schließen. In der Mitte des Raums sah ich eine Theke mit Barhockern, ein paar Sofas und Sessel, Tische und Stühle. Ein Flur führt zu Umkleideräumen, Duschen und Toiletten. Etwa vier Frauen lehnten lässig und gelangweilt auf den Barhockern und Stühlen. Sie waren alle schwarzhaarig, südländischer Typus, wahrscheinlich rumänisch, bulgarisch oder ähnlicher Herkunft. Sie waren alle jung, um die Zwanzig, schlank oder ein wenig füllig. Sie waren alle nackt. Die Männer, es waren vielleicht acht, hatten sich umgedreht und schauten den Türsteher, vor allem aber mich an. Sie waren alle ebenfalls schwarzhaarige Südländer, höchstwahrscheinlich Türken, um die Vierzig, meistens mit Bauch. Sie hatten sich Badetücher um die Hüften gebunden. Bei zweien oder dreien der Holzverschläge waren die Vorhänge zugezogen. Der Türsteher wies mich in den Umkleideraum für die Frauen. Ich hatte nicht viel auszuziehen und erschien kurz darauf wieder im Hauptraum, nackt.

Die Wirkung meines Auftritts war enorm. Ich war die einzige blonde und deutsche Frau im Saal. Türken, überhaupt Südländer lieben es, wenn deutsche Frauen es mit ihnen machen, vor allem wenn die Frauen blond sind. Ich trat also meine Strafe an und lernte nach und nach die Holzverschläge alle kennen. Südländer sind meistens sehr direkt und zielstrebig, dabei wenig rücksichtsvoll. Im Geschlechtsakt sehen sie vor allem die Bestätigung ihrer Dominanz, die ihnen wichtiger ist als der eigentliche sexuelle Genuss. Das war der Grund dafür, dass man diese Bestrafung für mich gewählt hatte: ich sollte lernen, mich in diese Disziplin einzufügen. Gewöhnung ist einer der wichtigsten Tricks in der Prostitution, um die Hemmschwellen zu eliminieren, die die Frau von der vollständigen Hingabe trennen könnten. Und in der Tat hat diese Strafaktion einen solchen psychologischen Effekt auf mich gehabt, der durchaus dauerhaft war. Die Rituale der Zuhälter gründen auf alten Erfahrungen und einem instinktiven Verständnis der seelischen Mechanismen,  mit denen ein Grundeinverständnis der Frau mit ihrer Rolle hergestellt wird.

Körperlich war das Erlebnis anstrengend, das sicherlich. Aber es hatte auch einen wild-süßen Beigeschmack für mich, den ich als submissive Neigung deute. Die Unterwerfung unter diese Strafe, diese Disziplinierung gab mir einen besonderen Kick. Es war nicht das erste Mal, dass ich das an mir feststellte, aber hier wurde es mir sehr deutlich. Gewiss gab es auch dieses Gefühl der Selbstbestätigung durch dieses Begehrtwerden, aber das stand an dieser Stelle nicht im Vordergrund.

Im Rückblick: eine Szene wie in einem Traum. Eine wichtige Station in meiner Reise in mein eigenes Selbst. Ein Erfahrungsgewinn, ein Selbstversuch. Ein weiterer Schritt.

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Messalina: Vorbild und Erfinderin des Gangbang?

Valeria Messalina heiratete mit 20 Jahren den ältlichen römischen Kaiser Claudius (um 50 n. Chr.). Claudius tolerierte ihr Sexualleben, das sie dazu führte, unter dem Arbeitsnamen Lycisca im Puff zu arbeiten. Sie liebte es, Veranstaltungen zu organisieren, bei denen sie mit vielen Männern schlief. Heute nennt man das Gangbangs.

Beim Gangbang treffen viele Männer auf einige Frauen („Männerüberschuss“) in einem offenen Raum. Typisch wäre ein Verhältnis von 10 Männern auf eine Frau, also z. B. 4 Frauen und 40 Männer. Auf einer großen Matratze, der „Spielwiese“, stehen die Frauen für die verabredete Zeit (z. B. 5 Stunden) allen Männern sexuell zur Verfügung, so oft die Männer es wünschen und die Frau einverstanden ist. Auf der Spielwiese sind alle nackt, und die Männer kommen der Reihe nach zum Zuge. Außerhalb der Spielwiese sind die Frauen ebenfalls nackt, die Männer tragen meistens Bademäntel. Auf der Spielwiese steht alles zur Verfügung, was benötigt wird: Kondome, Gleitcreme, Zewas, Eimer zum Entsorgen. Sexuell wird alles geboten, was die Frauen akzeptieren: Ficken in allen Stellungen, Blasen, Mundfick, Deep Throat, Anspritzen, Anal. Das Aufstellen der Schwänze durch die Frau entfällt, die Männer wichsen sich selbst hoch (oder das Zuschauen reicht), und solange bis sie bei einer der Frauen zum Zuge kommen wichsen sie weiter, um den Ständer zu halten. Manchmal spritzen sie auch ab. Die Frauen können auch einen Mann blasen, während ein anderer sie fickt. Oder (ganz artistisch), man macht einen „Sandwich“: die Frau liegt auf einem Mann und fickt, während ein zweiter Mann sie anal fickt. Schwierig zu machen, allerdings.

Ein Gangbang braucht einen Organisator, der die Frauen und Männer zusammenbringt. Die Frauen erhalten ein festes Honorar, und zwar ein sehr ansehnliches. Für die Pausen gibt es ein Büffet mit einfachen Speisen und Getränken. Es herrscht vollkommene Offenheit, alle gehen sehr höflich miteinander um, und jeder betreibt seinen Genuss nach besten Kräften und Können.

Der Gangbang ist die Königsdisziplin der Prostitution. Hier verliert die sexuelle Begegnung auf Seiten der Männer jegliche Individualität. Es geht hier um den reinen Sex an sich. Die Männer verschwimmen zu einem „Mann an sich“. Auf Seiten der Frauen ist es jedoch vollkommen das Gegenteil. Das Individuum der Frau wird zum Star der Menge: die Männer drängen sich um sie, bewundern und begehren sie, und zwar genau um diese Frau, die ihnen gefällt. Für die Frau ist ein Gangbang eine grandiose Selbstbestätigung.

Als Frau benötigt man einige Kunstgriffe. Man muss mit der Gleitcreme umgehen können. Man muss die Clit möglichst geschützt lassen, sonst kann es unangenehm werden. Man muss innerlich locker sein und sich auf die Situation und die Männer einstellen können.

Ein Gangbang hat für die Frau etwas Triumphales … wenn es gut läuft und wenn die Frau es beherrscht. Die Argumentation der Bundesregierung, der Gangbang verletze die „Würde der Frau“, ist unverständlich: hier sind Leute am Werk, die niemals kennengelernt haben, worüber sie hier urteilen.

 

 

 

 

Die dunkle Macht der Sexualität: „Hysterical Literature“

Das klassische Erziehungsmuster für die Frau begegnet uns in vielen Formen immer wieder: eine Frau will eigentlich gar keinen Sex, Sex ist etwas, das diese haarigen Wesen, die Männer wollen und das die Frau eben mit sich machen lässt, weil die Männer das unbedingt wollen; Ziel der Sexualerziehung insbesondere und vor allem für die Frau ist die kontrollierte Sexualität, die „verantwortungsvoll gestaltete“ Sexualität – und das meint die sparsame, auf die Fortpflanzung innerhalb der Festbeziehung beschränkte Sexualität; unter keinen Umständen darf eine Frau erkennen lassen, dass sie Sex will und sucht.

Aber die Sexualität ist eine dunkle, gewaltige Macht – sie unterdrücken zu wollen ist, wenn überhaupt, nur zum Preis schwerster Beschädigung möglich. Sexualität ist ein klopfender, schlagender Teil des seelischen Blutkreislaufs und sowenig vom Selbst abzutrennen wie das Herz aus dem Körper zu schneiden ist. Nicht im Einklang mit sich selbst zu sein übersteht niemand auf längere Zeit ohne tiefe Verletzungen.

Clayton Cubitt, ein amerikanischer Künstler und Fotograf, hat in seinem Projekt „Hysterical Literature“ diese Gewalt der Sexualität künstlerisch dargestellt:

http://www.hystericalliterature.com

Gezeigt werden  Videosequenzen von Frauen mit einer festgelegten Handlung. Die Frauen sitzen an einem schlichten, weißen Tisch. Man sieht nur ihren Oberkörper. Sie halten ein Buch in der Hand, aus dem sie einige Absätze vorlesen. Buch und vorgelsenes Kapitel haben sie selbst ausgewählt. Die Frauen tragen sehr korrekte, klassische Kleidung. Der Hintergrund ist schwarz. Die Aufnahmen sind nüchternes Schwarzweiß – wie eine „Tagesschau“ im ARD der 60er Jahre.

Unter dem Tisch aber, unsichtbar für den Betrachter, sind die Frauen nackt. Eine Assistentin des Regisseurs handhabt einen Vibrator (den sehr guten Hitachi-Vibrator) und „lenkt die Vorleserin ab“. Damit man das Surren des Vibratos nicht hört gibt es noch eine Decke.

Die Frauen sind angewiesen, nüchtern und konzentriert ihren Text vorzulesen, und die „Ablenkung“ nach Möglichkeit zu unterdrücken. Sie stellen das asexuelle Rollenbild dar, das die Sexualität unterdrückt, kontrolliert, ausblendet – wie man es denn sehen will. Aber die Gewalt unter dem Tisch und unter der Decke lässt sich nicht verbieten. Nach ungefähr eineinhalb Minuten muss die Lesung kurz für einen tiefen Atemzug unterbrochen werden. Immer öfter bricht sich die verborgene Macht ihre Bahn, kleine Seufzer, Stöhnen, Unterbrechungen, nach denen sich die Vorleserin wieder fängt, für ein immer kürzer werdendes Zeitintervall, bis schließlich der Aufstand alle Herrschaft wegschwemmt.

Die Aufnahmen sind schön und geschmackvoll – und die künstlerische Botschaft ist überzeugend. Die Bilder sind hocherotisch, aber von Pornographie weit entfernt. Schön zusehen!

 

Erfahrungen in der Prostitution

Als ich Schülerin war, hatten meine Eltern zum Zwecke meiner naturwissenschaftlichen Bildung ein belehrendes und lehrreiches Magazin („PM“) abonniert. Ich war 17, als dieses Magazin eine Sondernummer zum Thema „menschliche Sexualität“ brachte. Unter anderem war dort ein Interview mit einer jungen Prostituierten, das mich elektrisierte. Die Frau sah gut aus, sie sah mir sogar ähnlich (ihr Gesicht war nicht zu erkennen) – und sie berichtete sehr positiv von ihrer Arbeit, völlig anders als man das als wohlerzogene brave Tochter hört und liest. Damit war eine Idee gesät, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ein unerklärliches Etwas, eine magnetische Kraft zog mich an. Wenige Monate später war ich fest entschlossen, mich auf diesem Feld wenigstens einmal auszuprobieren.

Vieles kam dazwischen, was mich beschäftigte: Schulabschluss, Wegzug zum Studium, Einleben an der Universität in der fernen Stadt. Es fiel mir auch nicht leicht, naiv wie ich war, eine Gelegenheit zum Einstieg zu finden. Prostitution ist sehr vielfältig, und natürlich hatte ich Angst vor Zuhältern, Gewalt, Kriminalität. Und natürlich wusste ich auch nicht, „wie es sein würde“, und ob ich tatsächlich mit vielen Unbekannten schlafen könnte. Aber da war immer diese dunkle Macht, die mich vorwärtsgetrieben hat.

Meinen ersten Arbeitsplatz habe ich dann mit schon 21 durch einen Zufall gefunden, ein sogenanntes Wohnungsbordell in einem großen Mietshaus. Die Erfahrung war absolut überraschend: eine sehr seriöse, angenehme Chefin, ein elegantes und sauberes Ambiente, nette und hutaussehende Kolleginnen, mehrheitlich deutsch. Ganz anders als eine Leserin der Alice Schwarzer es für möglich halten würde.

An meinem ersten Arbeitstag hatte ich sechs Männer – mehr als in meinem ganzen Vorleben. Ich war von mir selbst überrascht, wie leicht es mir fiel. Das war übrigens wörtlich auch die Erfahrung, die das Mädchen aus dem Magazin berichtet hat. Ich mochte das Gefühl, begehrt zu werden, und die Selbstbestätigung, die man erfährt. Natürlich, den Sex mochte und mag ich auch. In keiner Weise hatte ich das Gefühl einer Erniedrigung, wie es die Feministinnen suggerieren, im Gegenteil. Die Männer sind meistens ganz normale Männer, natürlich sehen sie nicht alle blendend aus – aber meine Erfahrung ist, dass die Freude am Sex nicht unbedingt vom Äußeren abhängt.

Ich will wirklich nicht sagen, dass Prostitution ohne alle Probleme ist. Natürlich ist das nicht so. Aber die meisten Problemfälle hängen damit zusammen, dass jemand in dieses Feld aus den falschen Motiven geht. Nur der Wunsch, viel Geld zu verdienen, reicht nicht aus. Für jemand, der nicht mit Kindern umgehen kann oder will, ist der Lehrerberuf die Hölle auf Erden, jedermann kennt davon Fälle. Als Zahnarzt anderen Leuten in der mehr oder weniger appetitlichen Mundhöhle herumzustochern erfordert eine innere Konditionierung der besonderen Art, wenn es für ein ganzes Berufsleben ausreichen soll.

Was ich hier sagen will: auch in der Prostitution sind positive Erfahrungen möglich, Prostitution kann Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit vermitteln, und für manche Frauen ist sie offensichtlich eine adäquate Möglichkeit, ihre Sexualität zu leben. Gut, ich bin eine Hure – aber ich bin stolz darauf.

Francoise Fortier