No Vibrations!

No vibrations ist noch schlimmer als bad vibrations!

Im Ernst, wie abhängig darf frau eigentlich vom Lieblingsvibrator werden? Meiner war ein Geschenk von meinem Freund und ich habe mit ihnen beiden 😉 großartige, atemberaubende, berauschende Momente erlebt. Natürlich, so ein Vibrator ist nur ein Hilfsmittel und für mich keinesfalls Ersatz für Partnersex, aber erstens: Ich habe zwar auch ohne Vibrator viel Spaß beim Sex, aber ein Orgasmus ist meistens nicht drin. Zweitens ist er eine gute Überbrückungslösung für einsame Stunden und drittens habe ich mich genau mit diesem Exemplar auch im Alleingang gut selbst kennen gelernt. Ohne mich darauf zu konzentrieren, was mein Freund macht und was ich noch (für ihn) tun könnte – sondern einfach darauf zu achten, was mir Spaß macht. Für jemanden wie mich, die jahrelang ihre eigene Sexualität ignoriert hat (lange Geschichte), war das überaus erhellend. Spannend. Eindrücklich. Atemberaubend. Schön.

Und jetzt ist das rosa Lieblingspielzeug kaputt und das Modell wird nicht mehr hergestellt. Ich geb’s zu, ich hätte im Eifer des Gefechts fast geweint (Temporäre sexuelle Frustration finde ich zwar scharf, aber bitte nicht wegen dauerhafter technischer Pannen!). Darf frau, sobald wieder am Boden der Realität angelangt, trotzdem noch in Panik verfallen? Was, wenn es *der eine* war? Der *einzig richtige* für mich? Wenn mir niemals wieder einer so viel Spaß bereitet?

Ich habe ja bisher nur sechs (ich glaube) in meinem Besitz und somit ausprobiert: Einer ist mau, einer ist nett aber bald eintönig, einer ist unglaublich schnell leer, einer kommt nicht dorthin wo er soll (WeVibe 3) und einer ist ziemlich gut aber nicht für Partnersex geeignet. Ich habe mir aber fest vorgenommen, es als Herausforderung zu sehen, einen würdigen Nachfolger zu finden und meine noch allzu bescheidene Sammlung zu erweitern. 🙂 (Außerdem, wie ich heute schon meinem Freund mitteilte, gibt es Restbestände online zu kaufen. Bitte gleich zwei!)

Es grüßt hoffnungsvoll

die Sextantin

PS: Pro-Tipp für Leute, die ihrer Freundin einen Vibrator schenken: Super, großartig, weiter so! Aber macht es doch wie mein Freund, packt das Ding aus und ladet es gleich auf. Sechs Stunden Lade- und somit Wartezeit bis zum Ausprobieren sind nicht die Art von Spannungsaufbau, auf die wir (oder bin es nur ich?) stehen!

PPS: Falls es von Interesse ist: Es war der A-Moore von Adrien Lastic. Klein, relativ leise, 11 Stufen, leider rosa.

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6 Kommentare zu “No Vibrations!

  1. Aha! Sehr interessant.
    In meiner Erfahrungswelt sind Vibratoren alle sehr ähnlich und mehr so als Abwechslung zum mit der Hand machen sinnvoll. (Ich hatte meinen ersten übrigens mit 12 oder so, meine Oma hat mir den geschenkt, ein „Nackenmassagegerät“, frag mich nicht… o.O)
    Bei Dildos hingegen versteh ich sofort, dass es auf die feinen Unterschiede ankommt.
    Aber sehr offensichtlich ist das ja für andere Leute anders.
    Ich würde da echt gerne noch mehr drüber wissen. Vielleicht habe ich ja einfach was verpasst?!
    Also was genau heißt nicht eintönig z.B.?
    Und das mit dem Vibrieren ist doch auch eher für die äußere Stimulation interessant, oder ist das bei euch anders?
    Magst du da bei Gelegenheit noch mehr drüber schreiben? Oder jemand anderes?

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    • Sehr spannende die Diskussion. Mir geht es nochmal anders. Ich benutze kaum Dildos, obwohl ich mir schon länger einen für den G-Punkt kaufen will, um (hoffenltich) zu ejakulieren 🙂

      Ansonsten funktioniert für mich der Dildo tatsächlich als Penis-Ersatz, weil ich hin und wieder mit rein externer Stimulation nicht weit genug komme, obwohl mir der klitorale Orgasmus schon Spaß macht. Oder weil ich gerade mal wieder Lust auf Penetration habe, oder so…gerade, wenn man gerade keinen Sexualpartner hat. Extern hingegen mache ich das komplett ohne Dildo bzw. Vibration …

      Aber ich muss gestehen, das ist so ein Spielzeug, das ich viel zu selten nutze. Ich habe auch ganz lange keines gehabt (der erste Dildo kam Ende 20 ins Haus….)

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      • Das G-Punkt-Experiment liegt noch vor mir. Aber ich habs jetzt mal nicht eilig. 😉

        „nicht weit genug kommen“ ist eine gute Beschreibung für mich. Ich brauch meistens was, was meine Beckenbodenmuskeln umklammern können, um zu kommen. 🙂

        Ich hab das erste Spielzeug auch erst mit Ende 20 bekommen. *high five*

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    • Mehr schreiben? Das kann leicht passieren – wenn ich den nächsten neuen habe.

      Zu den konkreten Fragen:
      Mit der Hand finde ich extrem anstrengend, bzw. klappt das nur, wenn ich wirklich sehr scharf bin (Zykluszeitpunkt und so).

      Ad Unterschiede:
      Bei Dildos tut es das auch, aber bei Vibratoren schon auch. (Form, Stufen, Modi, Fernbedienung, wasserfest, Material, nur vaginal oder klitoral, etc.) Ich hab keine Dildos, ich verwende die Vibratoren manchmal als welche, also ausgeschaltet. Dann aber mit einem Auflagevibrator zusammen. Ein „Kombigerät“ 😉 hab ich auch, aber der Knubbel vorne reicht nicht an meine Klitoris. Und ja, ich mag auch die innere Stimulation durch Vibratoren – nicht immer, aber wenn ich z.B. während dem Partnersex nicht gekommen bin, dann brauch ich die Extra-Stimulation. (Bei mir gilt oft: Je länger der Sex, desto geringer die Chance auf einen Orgasmus. Ist aber ok, weil ich inzwischen ja weiß, dass es nicht immer klappt und es deshalb auch nicht immer sein muss.)

      Der eintönige hat nur zwei Modi, entweder *brrrrrr* oder *brrr brrr brrr*. Der ist zum Starten zu heftig, zum Kommen aber meist nicht stark genug. Und wird eben fade, also es ist zwar angenehm, aber ich kann mich nicht zum Orgasmus hin steigern. Macht das Sinn? (Es beweist mir, wie nötig dieses Blog ist, dass wir solche Fragen diskutieren. Super!)

      Ad Oma: Gut gemacht, gnä‘ Frau!

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      • Die Oma mit dem Nackenmassagegerät find ich auch super. Trotz der Bitte, nicht danach zu fragen, würde ich diese Geschichte gern erzählt bekommen. Und zwar vor diesem Hintergrund:
        – Massagegeräte wurden auch im 19. Jahrhundert schon als weibliche Accessoires verkauft – zeitweise womöglich mit klaren Anspielungen auf sexuelle Einsatzmöglichkeiten?
        – Um die Jahrhundertwende haben Ärzte mit solchen Geräten ihre Patientinnen gegen verschiedene Krankheiten behandelt. Sofern das die einzige Zugangsoption bürgerlicher Frauen zu Orgasmen war, finde ich es nicht unplausibel, dass damit allein Frauen zugeschriebene „Krankheiten“ wie „Hysterie“ erfolgreich therapiert werden konnten.
        – Die sexuelle Befreiung (1968) ist eng mit dem Massagestab „Hitachi Magic Wand“ https://en.wikipedia.org/wiki/Hitachi_Magic_Wand verbunden.
        – Ich habe schon eine Geschichte aus den 2000er Jahren gehört, wonach eine junge Frau ein Massagegerät, das (vermutlich absichtlich, um „geschäftsschädigende“ sexuelle Konnotation auszuschließen) weniger phallisch geformt ist, „zweckentfremdet“ hat.
        Nun frage ich mich: Kann man überhaupt jemandem ein Massagegerät überreichen, ohne dass das eine sexuelle Konnotation hat (was ja in vielen sozialen Verhältnissen, z.B. mit der Oma, als unangemessen gelten würde)? Oder müssen sich in der Regel beide Beteiligten zusammenreißen, um die unweigerliche sexuelle Konnotation zu unterdrücken und nicht loszukichern?

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  2. also, die oma-story… ich glaube, ich musste gar nichts unterdrücken, weil mir das damals erstmal nicht so klar war. die einsatzmöglichkeiten sind mir dann sehr schnell aufgegangen, aber als sie ihn mir geschenkt hat, habe ich mich vor allem gewundert, was das soll. sie meinte, das brauche ich vielleicht und sie brauche es nicht. was immer das heißen mag…
    eine zeit lang habe ich mich gefragt, ob sie wusste, was sie da tut, aber ich glaub schon, dass sie das tat. vielleicht hatte sie das mit der hysterie im kopf. oder sie hat sich gedacht, wenn ich es mir selber machen kann, komme ich nicht so schnell auf dumme gedanken mit irgendwelchen jungs und werde nicht schwanger oder so. ich weiß dass sie das schlimm gefunden hätte, sie war immer stolz dass sie damals erst nach der hochzeit schwanger geworden ist und nicht heiraten „musste“ wie ihre schwester. aber vielleicht war es auch einfach nur was nettes für den spaß, wer weiß. fragen mag ich jetzt nicht, glaub ich.

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